Was für ein Musiker?

Rainer Walker begann seine musikalische Laufbahn noch während der Gymnasialzeit im Internat im Wallis: Abendlich pflegte er die Internatsschüler auf dem Klavier zu unterhalten. Während den Freizeiten übte er auf der grossen pneumatischen Orgel in der grossen Kollegiumskirche. 

In Bern begann er erst mit dem Studium der Jurisprudenz. Erst nach zwei Jahren war klar: Das geht jetzt nicht mehr anders, das muss Musik sein! Etwas spät holte er alles nach, was er verpasst glaubte. Immer wieder blieb er bei J. S. Bach stehen. Oder bei der Improvisation. 

Mit Edwin Peter fand er einen Lehrer, der diesen Neigungen entsprach. Lustige Studienjahre in Bern und Freiburg folgten, die er mit Lehr- und Konzertdiplom für Orgel abschloss. Parallel besuchte er das Sekundarlehramt und unterrichtete auch an einer Berner Sekundarschule. 

In der ref. Kirchgemeinde Wohlen Bern sammelte er Erfahrungen in allen Gebieten des organistischen Treibens - von Hochzeit über Chorbegleitung zu Gottesdiensten zu Solokonzerten. Eine reiche Palette. Mit seiner Wahl zum Musikschulleiter einer Bernischen Musikschule erfuhr diese Tätigkeit einen Unterbruch. Dafür kam die Volksmusik zum Zug: Mit seinem Akkordeon begleitete er den Klarinettisten Fredy Zaugg und den Multiinstrumentalisten Adrian von Steiger durch manches Konzert und auf manche Kleintheaterbühne.

Heute ist Rainer Walker Musikschulleiter in Langenthal und Organist an der bekannten Bossart-Orgel in St. Urban. Hier pflegt er eine reiche Konzerttätigkeit als Solist und Continuospieler und auch einfach als Gottesdienst-Begleiter. Seine Tätigkeitspalette führte unter anderem zur Gründung einer Firma und verschiedener Vereine. Heute sind der Verein Grenzklang und die Klangwerk Mittelland GmbH die wichtigsten organisatorischen Pfeiler seiner Tätigkeit. Dabei hat er gute Partnerschaften mit andern Musikerinnen und Musikern eingehen können, die mit ihm einen bekömmlichen kulturellen Schmaus anrichten.